Wirtschaftlichkeit, Investitionsentscheidungen, Forecasts, Controlling. Entscheidungsgrundlagen für Agrar-, Forst- und Energiebetriebe.
Die meisten Entscheidungen, die einen Betrieb in fünf oder zehn Jahren prägen, fallen heute. Eine Pachtfläche wird unterschrieben, eine Investition wird zugesagt, ein Diversifikationsschritt wird gewagt – und ob das in Jahr sieben trägt, entscheidet sich an Annahmen, die im Moment der Entscheidung niemand sauber durchgerechnet hat.
Unser betriebswirtschaftlicher Beratungsansatz setzt vor solchen Entscheidungen an: bevor der Pachtvertrag unterschrieben, der Stall gebaut, die Bestandsanlage erworben oder der Hofladen eröffnet wird. Wir rechnen, was zu rechnen ist – mit Szenarien, Sensitivitäten und einer Substanzwert-Untergrenze, an der Annahmen einen Realitätsabgleich bekommen.
Und wir tun es aus einer Hand mit der steuerlichen Seite. Ein Bruttoeffekt, der nach Versteuerung schmilzt, ist keine Empfehlung. Eine Investition, die steuerlich nicht trägt, ist keine Lösung. Was wir vorschlagen, halten wir auch im Bilanzgespräch des dritten Jahres aus.
Die Fragen kommen selten als Auftrag „Bitte machen Sie eine Wirtschaftlichkeitsanalyse". Sie kommen als Situation, in der eine Entscheidung näher rückt, als der Bauch sich allein zutraut.
„Wir haben ein Pachtangebot für eine 5-MW-Freiflächen-PV – zwanzig Jahre Laufzeit, Vergütung über PPA statt EEG. Trägt die kalkulierte Pacht, wenn der Strompreis sich bewegt?"
„Die Hausbank fordert für die Stallbau-Finanzierung einen Forecast über fünf Jahre – Plan-GuV, Liquidität, Bilanz. So etwas haben wir noch nie aufgesetzt."
„Ein Mitbewerber hat Übernahme-Interesse signalisiert. Wir wollen wissen, was unser Betrieb realistisch wert ist – und wie ein Verkaufsprozess aussähe, der nicht von der Gegenseite getaktet wird."
„Wir überlegen, einen zweiten Betriebszweig aufzubauen – Hofladen, Direktvermarktung, Pferdepension. Was davon trägt sich, was bindet nur Kapital ohne Rückfluss?"
„Ein Dürrejahr nach einem Jahr mit eingebrochenen Erzeugerpreisen. Wir müssen entscheiden, ob wir investieren, restrukturieren oder Bestandsteile veräußern. Die Hausbank wird nervös."
„Die nächste Generation steigt ein und stellt Fragen, die mit Bauchgefühl-Antworten nicht mehr beantwortet werden – wieso machen wir es so und nicht anders?"
Die Themen wiederholen sich, die Konstellationen nicht. Sieben Felder, in denen wir am häufigsten arbeiten:
Agri-PV, Freiflächen-PV, Biogas (Neuanlage und Repowering), Windkraft, Wasserkraft. Über die EEG- oder PPA-Restlaufzeit gerechnet, mit Sensitivität auf Strompreis, Zinssatz und Ertragsannahme. Pachtmodell, Eigeninvestition, Beteiligung – durchgerechnet im selben Modell.
Stallbau, Maschinenpark, Bewässerung, Forstinfrastruktur, Lagerkapazität. Vollkostenrechnung, Amortisation, Kapazitätswirkung. Inklusive der Frage, ob Leasing, Bankkredit, KfW-Mittel oder Eigenfinanzierung in der konkreten Konstellation günstiger trägt.
Mehrjahres-Forecasts mit Plan-GuV, Liquidität und Bilanz – in der Form, die Hausbank und Förderbank für Finanzierungsentscheidungen erwarten. Abgestimmt mit Erntezyklus, Auszahlungsterminen für EU-Direktzahlungen, Tilgungsplänen und Investitionsfenstern.
Kennzahlen, die zu einem Agrar-, Forst- oder Energiebetrieb passen – Deckungsbeitrag pro Hektar, Stromertrag pro kWp, Liquidität II – nicht die Standard-Kennzahlen eines BWL-Lehrbuchs. Monatliche oder quartalsweise Auswertungen, die zwei Seiten umfassen statt zwanzig, und die Entscheidungen vorbereiten statt sie zu dokumentieren.
Hofladen, Direktvermarktung, Hofcafé, Pferdepension, Biogas-Wärmeauskopplung, Forstdienstleistungen, Lohnarbeit. Was rechnet sich am Standort, was bindet Kapital ohne Rückfluss, was kollidiert steuerlich mit der bestehenden Betriebsstruktur (Stichwort Abfärbung).
Wenn zwei schlechte Jahre zur Frage geworden sind und nicht zur Anekdote. Analyse der Ertrags- und Kostenstruktur, Identifikation veräußerbarer Bestandsteile, Verhandlungsbegleitung mit Hausbank und Förderbank. Bei Bedarf im Verbund mit externer Sanierungsexpertise.
Prozessführung auf Käufer- oder Verkäuferseite: Vendor-Due-Diligence-Vorbereitung, Käuferansprache in einer Form, die den Prozess nicht aus der Hand gibt, Verhandlung der wirtschaftlichen Eckdaten. Die Bewertung selbst ist Voraussetzung, nicht das Ergebnis – siehe Bewertung & Transaktion.
Wir liefern keine Gutachten, die in der Schublade landen. Betriebswirtschaftliche Beratung funktioniert bei uns als Sparring – am Tisch, mit Zahlen, mit Entscheidungsoptionen, die wirklich entschieden werden.
Jede Analyse setzt drei Szenarien an: konservativ, basis, optimistisch. Die Schlüsselparameter – Zinssatz, Strompreis, EEG- oder PPA-Restlaufzeit, Ertragsannahme, Investitionsvolumen – werden sensitiviert, damit sichtbar wird, wo das Ergebnis kippt. Eine Substanzwert-Untergrenze als Korrektiv sorgt dafür, dass Ertragsannahmen nicht ungebremst nach oben laufen.
Die steuerliche Wirkung ist im selben Modell. Bruttoeffekt und Netto-Wirkung nach Versteuerung stehen nebeneinander, nicht in getrennten Excel-Mappen. Was sich brutto rechnet und netto kippt, fliegt vor dem Vorschlag raus – nicht erst im Bilanzgespräch des dritten Jahres.
Und wir bleiben dabei. Nach der Entscheidung vergleichen wir Annahmen und tatsächliche Entwicklung. So wird sichtbar, was sich verändert hat und welche Konsequenzen daraus folgen.
Ein Modell ist nur so belastbar wie seine Annahmen. In der grünen Wirtschaft gehören Ernte- und Preisrisiken, Flächenbindung, Förderbedingungen, Energieerträge und steuerliche Struktur in dieselbe Rechnung. Diese Zusammenhänge bilden wir sichtbar ab und prüfen sie in mehreren Szenarien.
Dieses Wissen ist nicht aus Beratungsprojekten gewachsen, sondern aus dem laufenden Mandat – Jahresabschlüsse, Bilanzgespräche, Förderbegleitung, Übergaben. Was wir im operativen Geschäft sehen, wird in der Beratung zur Annahme, die nicht erst kalibriert werden muss.
Wir beraten ausschließlich Mandanten der grünen Wirtschaft. Das ist die Bedingung, unter der diese Art von Beratung überhaupt funktioniert.
Erstgespräch, in dem wir die anstehende Entscheidung kennenlernen, die Annahmen sortieren und einschätzen, ob wir die Richtigen für die Rechnung sind.
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